| Metallfachpresse: Wirtschaftskrise - die Branche bleibt ruhig |
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Die Fachmedien der Metallbranche spüren
die Wirtschafts- und Finanzkrise, dramatische Einbrüche gibt es
allerdings nicht, so der der Tenor einer Umfrage von ofischer
communication unter den Marketingexperten der Metallfachpresse im
deutschsprachigen Raum. Das Anzeigengeschäft sei schwächer
als sonst zu Beginn eines Jahres, die Unternehmen gäben sich
zurückhaltend. So würden die Anzeigenformate kleiner und
die Schaltfrequenzen größer. Doch Hiobsbotschaften blieben
aus.
"Auf der Euroblech in Hannover im
vergangenen Oktober waren alle noch sehr zuversichtlich. Nun kommen
die ersten Stornierungen", sagt Georg Meisenbach vom Meisenbach
Verlag, der z.B. die Magazine Draht und Umformtechnik herausgibt.
"Doch der Werkzeug- und Maschinenbau hat sehr gute Jahre hinter
sich. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Daher beobachten
wir zwar eine abwartende Vorsicht bei den Firmen, aber sicher keine
Panikstimmung." Die Marketingfachleute differenzieren bei den einzelnen Zweigen der Industriegüterbranche. So würden die Autozulieferer deutlich weniger in den Fachmagazinen werben. Ein Anzeigenverkäufer aus der Fachpresse, der namentlich nicht genannt werden möchte, spricht von einem Einbruch von dreißig Prozent. Die Magazine, die einen Schwerpunkt bei Themen zu Forschung und Entwicklung beispielsweise im Werkzeug- und Formenbau setzen, hätten gar keine Einbußen, im Gegenteil: Neue Entwicklungen in der Medizin- oder Halbleitertechnik würden derzeit so hohe Einsparpotenziale liefern, dass das Interesse an diesen Produkten sehr hoch sei. Damit seien auch die Werbeetats stabil, der Formenbau suche sogar nach Fachkräften. Man dürfe die Wirtschaftskrise nicht als einzigen Grund für zurückgehende Werbebudgets sehen, sagt Oliver Fischer, Inhaber der Bonner PR-Agentur ofischer communication, die sich auf das Industriegütermarketing und B2B-Kommunikation spezialisiert hat. "Das Jahr 2009 ist kein ausgesprochenes Messejahr. Herausragend ist nur die EMO. Doch die findet in diesem Jahr in Mailand statt, nicht in Hannover." Für deutsche Unternehmen sei Hannover ein Muss, Mailand ein Kann. Angesichts der hohen Kosten für einen Messeauftritt werde dort sicher auch gespart. "Und wer eine Messe nicht besucht, braucht auch nicht für seinen Messeauftritt zu werben", sagt Fischer. Insgesamt wartet die Branche also ab. Einbußen lassen sich nach den erfolgreichen Jahren 2007 und 2008 verkraften. Ob es tatsächlich zu schwerwiegenden Einbrüchen kommt, hängt von der Dauer der Krise ab. |