| Wirtschaftskrise trifft Verlagshaus Gruner + Jahr |
Einbrüche bei den Anzeigenerlösen
und eine teure Neuausrichtung haben beim Verlagshaus Gruner + Jahr
2008 für Rückgänge bei Gewinn und Umsatz gesorgt. Der
Umsatz des Verlagshauses sank im Jahr 2008 im Vergleich zu Vorjahr um
2,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro, das operative Ergebnis vor
Sondereinflüssen ging um 14,8 Prozent auf 225 Millionen Euro
zurück und die Umsatzrendite lag nur noch bei 8,1 Prozent (2007:
9,3 Prozent). Auch beim Ebit gab es einen Einbruch: Es sank von 226
auf 170 Millionen Euro.
Vor allem die Schaffung einer zentralen
Wirtschaftsredaktion in Hamburg und die Schließung einer
Druckerei in Darmstadt haben den operativen Gewinn (Ebit) um ein
Viertel auf 170 Millionen Euro sinken lassen, teilte der mehrheitlich
zu Bertelsmann gehörende Verlag mit.Angesichts der Talfahrt der Wirtschaft im zweiten Halbjahr falle das Ergebnis aber immer noch "ordentlich" aus. Ohne die weiterhin erfreulichen Zuwachsraten in China und Osteuropa wäre der Rückgang noch größer gewesen. Es habe sich als richtig erwiesen, vorzugsweise eigene Marken auszubauen statt für "teilweise astronomische Kaufsummen" Unternehmen zu kaufen, ergänzte Finanzchef Achim Twardy. Der seit Jahresbeginn amtierende Buchholz verteidigte die von seinem Vorgänger Bernd Kundrun angestoßene Zusammenlegung der Redaktionen von Capital, Impulse, Börse Online und der Financial Times Deutschland. Die neue, 250 Leute starke Redaktion müsse nun Ressourcen gemeinsam nutzen und das hohe Niveau der Wirtschaftstitel erhalten. Der G+J-Vorstand folgt angesichts der Geschäftslage dem Mehrheitsgesellschafter Bertelsmann und verzichtet im Geschäftsjahr 2009 auf sämtliche Tantiemen und Boni - das entspricht rund 50 Prozent der Bezüge. Bertelsmann hält drei Viertel an dem 1965 gegründeten Verlag.
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Einbrüche bei den Anzeigenerlösen
und eine teure Neuausrichtung haben beim Verlagshaus Gruner + Jahr
2008 für Rückgänge bei Gewinn und Umsatz gesorgt. Der
Umsatz des Verlagshauses sank im Jahr 2008 im Vergleich zu Vorjahr um
2,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro, das operative Ergebnis vor
Sondereinflüssen ging um 14,8 Prozent auf 225 Millionen Euro
zurück und die Umsatzrendite lag nur noch bei 8,1 Prozent (2007:
9,3 Prozent). Auch beim Ebit gab es einen Einbruch: Es sank von 226
auf 170 Millionen Euro.
Vor allem die Schaffung einer zentralen
Wirtschaftsredaktion in Hamburg und die Schließung einer
Druckerei in Darmstadt haben den operativen Gewinn (Ebit) um ein
Viertel auf 170 Millionen Euro sinken lassen, teilte der mehrheitlich
zu Bertelsmann gehörende Verlag mit.