| Redaktion von Sonntag aktuell wird geschlossen |
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Die Redaktion von Sonntag Aktuell
wird zum 31. Dezember
aufgelöst. Damit endet ein unübersichtliches, jahrelanges
Hickhack um das Blatt, das aktuell mit einer Auflage von rund 600.000
Exemplaren gratis als siebte Ausgabe den Lesern von Stuttgarter
Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und diversen
Regionalblättern im Südwesten der Republik geliefert wird.
Geschäftsführer Bernhard
Reese hat am Freitagmittag die Redaktion darüber informiert.
Betroffen sind 17 Mitarbeiter, für die sozialverträgliche
Lösungen gefunden werden sollen. Die Zukunft von Sonntag aktuell stehe allerdings nicht zur Debatte, heißt es in Stuttgart, künftig sollen die redaktionellen Inhalte von Dienstleistern eingekauft werden. Der Verwaltungsrat habe den Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten, Christoph Grote, beauftragt, ein Relaunch-Konzept zu erarbeiten, mit dem jüngere Leser erreicht würden. Die Redaktion der Zeitung wehrte sich nach Berichten des Branchendienstes kress in einer Mitteilung "entschieden" gegen den Beschluss des Verwaltungrats. Reese habe als Grund lediglich genannt, Sonntag aktuell sei den Verlegern zu teuer. Die Belegschaft kritisiert vor allem, dass sie "seit Monaten hingehalten, nicht ausreichend informiert und hintergangen wurde". Der Redaktion sei angekündigt worden, dass sie bereits in der kommenden Woche die Kündigungen erhalten werde. Die Belegschaft werde "diese verlegerisch nicht nachvollziehbare Entscheidung nicht widerstandslos hinnehmen". Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Baden-Württemberg kritisierte, die Veränderungen bei der Sonntagszeitung zielten ausschließlich auf Profitmaximierung ab. "Die Leser müssen ein Produkt mit schlechterer journalistischer Qualität erwarten", sagte der DJV-Landesvorsitzende Karl Geibel. |