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Umstrukturierungen geplant: Springer beendet Kurzarbeit
Geschrieben von Frische Presse Team    Montag, 27. Juli 2009
axel_springerDie Springer-Finanztitel stehen offenbar vor einschneidenden Veränderungen. Das Management von Axel Springer Financial Media und der Betriebsrat werden die Kurzarbeit am 31. Juli 2009 beenden. Das ist vor allem für die Belegschaft kein gutes Zeichen. Nach Berichten des Branchendienstes Meedia erklärte Springer-Sprecher Christian Garrels, dass es aktuell keine konkreten Pläne gäbe, Titel einzustellen oder Mitarbeiter zu entlassen. Was aber die kommenden Gespräche ergeben würden, sei ergebnisoffen. In den Gesprächen wolle man "alternative Lösungsmodelle" sondieren. "Wir überprüfen regelmäßig unser Portfolio und nehmen entsprechende Anpassungen vor, zum Beispiel in der vergangenen Woche im Bereich Axel Springer Mediahouse München," erklärte Garrels.
Geschäftsführer Frank-Bernhard Werner spricht in einer E-Mail an die Mitarbeiter von "gravierende Umstrukturierungen", die auf die Verlagstochter zukämen. Noch vor zwei Tagen hatte Springer das Modell der Kurzarbeit als "sanfte und angemessene Methode auf eine zurückgehende Auftragslage zu reagieren", bezeichnet.
Nun änderte sich offenbar innerhalb weniger Tage die offizielle Sprachregelung: "Das Modell der grundsätzlich auf begrenzte Zeit angelegten Kurzarbeit war der Versuch, den Zeitraum der reduzierten Auftragslage zu überbrücken und Arbeitsplätze zu erhalten."
Der Konzern geht inzwischen davon aus, dass sowohl die Krise der Banken- und Finanzwirtschaft als auch die Phase reduzierter Anzeigenerlöse weiter anhalten. "Eine Fortsetzung der Kurzarbeit kann daher keine Lösung sein," so das Unternehmen. In Financial Media bündelt Springer u.a. die Finanztitel "Euro" und "Euro am Sonntag" sowie die Online-Dienste "Finanzen.net" und "Wallstreet Online".
Financial Media ist anderen Verlagen einen Schritt voraus. So kündigte der Jahreszeitenverlag kürzlich an, Kurzarbeit für seine gesamte Belegschaft zu planen. Bei Gruner+Jahr laufen ebenfalls Verhandlungen zwischen Management und Konzernbetriebsrat. Im Gespräch sind u.a. die Kürzung oder Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Kurzarbeit. Sogar von einem Darlehen, das die Mitarbeiter G+J gewähren könnten, ist die Rede.



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