| Gruner + Jahr steht vor Verlustjahr |
| Das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr (G+J) wird trotz millionenschwerer Einsparungen in diesem Jahr womöglich keinen Gewinn erzielen. G+J-Chef Bernd Buchholz sagte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel", er könne nicht "ausschließen, dass wir auch Ende des Jahres rote Zahlen schreiben". Bereits die Habljahresbilanz ließ nichts Gutes erahnen: G+J musste einen satten Verlust von 57 Millionen Euro bekanntgegeben, die Anzeigenerlöse verringerten sich um 23 Prozent auf 374 Millionen Euro. "Es geht uns nicht gut", sagte Buchholz. Bis Jahresende muss G+J insgesamt 200 Millionen Euro einsparen. Bis Ende September seien Chefredakteure, Verlags- und Bereichsleiter aufgefordert, konkrete Vorschläge zu liefern, was in den Redaktionen und Abteilungen "verändert, gespart, ausgelagert oder zusammengelegt werden kann. Es reicht definitiv nicht mehr, nur kurzfristig die Marketingkosten und Heftumfänge zu drücken", sagte Buchholz. Dem Verlagschef schweben dabei offenbar auch redaktionelle Zusammenlegungen nach dem Vorbild der G+J-Wirtschaftspresse vor. "Jedes Magazin hat Dinge, die es zwingend selbst machen muss, und andere, die es sich aus den vielen Manufakturen unseres Hauses besorgen kann. Größe muss irgendwann auch in Größenvorteile umschlagen. Das Rätsel im 'Stern' bastelt die Redaktion ja auch nicht mehr selber." |