| WAZ baut 287 Stellen ab und setzt Sparkurs fort |
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Die WAZ-Mediengruppe setzt nach dem
Abbau von 287 Redakteursstellen bei ihren nordrhein-westfälischen
Blättern nun auch im Verlag den Rotstift an. Dabei werde es
ebenfalls zu Stellenstreichungen kommen, sagte Geschäftsführer
Bodo Hombach am Mittwoch in Essen. Allerdings gelte auch hier das
Versprechen, dies so "sozialverträglich" wie möglich
zu gestalten. Zu Details wollte sich Hombach nicht äußern.
Am 6. Oktober stünden zunächst Gespräche mit den
Betriebsräten an. Die von Arbeitnehmervertretern genannte Zahl
von 200 dementierte Hombach jedoch nicht.
Mit 287 Stellen hat der Konzern
innerhalb eines Jahres rund ein Drittel der 870 Redakteure bei seinen
nordrhein-westfälischen Zeitungstiteln WAZ, Westfälische
Rundschau, Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung und Westfalenpost
abgebaut. Mit den daraus resultierenden Einsparungen von jährlich
28,5 Millionen Euro habe man das Sparziel von rund 30 Millionen Euro
erreicht, hob Hombach hervor. Betriebsbedingte Kündigungen habe
es nicht gegeben. Die Stellen seien über freiwillige
Arbeitsteilzeit und Abfindungsregelungen abgebaut worden. Den Einsparungen stünden allerdings einmalige Ausgaben von 30 Millionen Euro gegenüber, etwa für Altersteilzeitregelungen. Trotz der hohen Kosten werde der Konzern dieses Jahr keine roten Zahlen schreiben. Hombach führte dies auch darauf zurück, dass die Mediengruppe bereits vor Ausbrechen der Finanzkrise mit den Sparmaßnahmen begonnen habe. Zwischenzeitlich hat die Gruppe ihr Engagement in Süd-Ost-Europa verstärkt und will ihren Anteil an NRW TV aufstocken. Die WAZ ist in Ost-Europa u.a. in Ungarn und Bulgarien mit verschiedenen Tageszeitungen am Markt. An NRW TV hält die WAZ derzeit 24,9. Prozent |