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WAZ baut 287 Stellen ab und setzt Sparkurs fort
Geschrieben von Frische Presse Team    Donnerstag, 1. Oktober 2009
Die WAZ-Mediengruppe setzt nach dem Abbau von 287 Redakteursstellen bei ihren nordrhein-westfälischen Blättern nun auch im Verlag den Rotstift an. Dabei werde es ebenfalls zu Stellenstreichungen kommen, sagte Geschäftsführer Bodo Hombach am Mittwoch in Essen. Allerdings gelte auch hier das Versprechen, dies so "sozialverträglich" wie möglich zu gestalten. Zu Details wollte sich Hombach nicht äußern. Am 6. Oktober stünden zunächst Gespräche mit den Betriebsräten an. Die von Arbeitnehmervertretern genannte Zahl von 200 dementierte Hombach jedoch nicht. Mit 287 Stellen hat der Konzern innerhalb eines Jahres rund ein Drittel der 870 Redakteure bei seinen nordrhein-westfälischen Zeitungstiteln WAZ, Westfälische Rundschau, Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung und Westfalenpost abgebaut. Mit den daraus resultierenden Einsparungen von jährlich 28,5 Millionen Euro habe man das Sparziel von rund 30 Millionen Euro erreicht, hob Hombach hervor. Betriebsbedingte Kündigungen habe es nicht gegeben. Die Stellen seien über freiwillige Arbeitsteilzeit und Abfindungsregelungen abgebaut worden.
Den Einsparungen stünden allerdings einmalige Ausgaben von 30 Millionen Euro gegenüber, etwa für Altersteilzeitregelungen. Trotz der hohen Kosten werde der Konzern dieses Jahr keine roten Zahlen schreiben. Hombach führte dies auch darauf zurück, dass die Mediengruppe bereits vor Ausbrechen der Finanzkrise mit den Sparmaßnahmen begonnen habe.
Zwischenzeitlich hat die Gruppe ihr Engagement in Süd-Ost-Europa verstärkt und will ihren Anteil an NRW TV aufstocken. Die WAZ ist in Ost-Europa u.a. in Ungarn und Bulgarien mit verschiedenen Tageszeitungen am Markt. An NRW TV hält die WAZ derzeit 24,9. Prozent


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