| WDR setzt Rotstift an |
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Der
Westdeutsche Rundfunk (WDR) weitet seine Sparmaßnahmen aus, um die sinkenden
Gebühreneinnahmen aufzufangen. Nach einem Bericht des Branchendienstes kress hat Verwaltungsdirektor Hans W.
Färber angekündigt, dass u.a. bei Hilfskräften und Reisekosten eingespart
werden soll und die TV-Ausstrahlung über Eutelsat gestrichen wird. Auch der
Investitions-Etat werde gekürzt.
"Wir haben das Ziel, die unmittelbaren Programm-Etats
der Prime-Time nicht anzutasten, gleichwohl kann ich nicht ausschließen, dass
die Sparmaßnahmen auch die Programme an sich und deren Herstellung beeinflussen",
sagte Färber. Es müsse in den kommenden Jahren "alles auf den Prüfstand,
was nicht zu den Kernaufgaben des Programmunternehmens WDR zählt". Nach
dem Minus von knapp 100 Millionen Euro im vergangenen Jahr rechnet der Sender
bis 2012 mit einem weiteren Einnahmerückgang um knapp 50 Millionen Euro. Erstmals in der Geschichte des Senders seien trotz der Erhöhung der Rundfunkgebühren zum 1. Januar 2008 die Einnahmen rückläufig. Der WDR verweist auf eine Studie des Instituts für Rundfunkökonomie, laut der die Gebühren in den kommenden zehn Jahren um bis zu 19 Prozent sinken könnten. Der WDR nennt dafür vier wesentliche Gründe. So sei die Zahl der Abmeldungen stärker gestiegen als die der Neuanmeldungen. Auch sorge der demographische Wandel dafür, dass die Bevölkerung schrumpft, im vergangenen Jahr um 160.000 Bürger. Darüber hinaus sei die Anzahl von gebührenbefreiten Hartz-IV-Empfängern gewachsen. Zudem habe unter dem jüngeren Publikum die Bereitschaft, Rundfunkgebühren zu zahlen, abgenommen. Viele würden sich für die wesentlich billigere Computer-Abgabe entscheiden.
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