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Ende des Jahres wird Deutschlands erste reine Internet-Tageszeitung, die
Netzeitung, als solche eingestellt. Das teilte der Mutterverlag, das Kölner
Medienhaus M. DuMont Schauberg (MDS), mit
und nannte wirtschaftliche Gründe, "das bisherige Konzept einer
Internetzeitung mit eigener Redaktion" aufzugeben. Daher werde sämtlichen
Mitarbeitern in Kürze betriebsbedingt gekündigt. Bei der Netzeitung sind
derzeit noch ein knappes Dutzend Redakteure beschäftigt.
DuMont will die Netzeitung künftig als "automatisiertes
Nachrichtenportal" nutzen. Die Teletextaktivitäten seien davon unberührt
und sollen in Zukunft eine stärkere Rolle in der Gruppe spielen, heißt es in
der Unternehmensmitteilung. "Wir bedauern die für die Mitarbeiter mit der
Entscheidung verbundenen Härten. In der derzeitigen Form ist die Internetzeitung
wirtschaftlich aber nicht zu betreiben."
Die Netzeitung war im Frühjahr 2000 in Norwegen von Online-Journalisten
gegründet worden, hatte seitdem verschiedene Eigentümer. Der DuMont-Verlag
hatte die Netzeitung erst Anfang 2009 zusammen mit dem Berliner Verlag und der Hamburger
Morgenpost von der britischen Mecom-Gruppe gekauft.
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