| Kölnische Rundschau bezieht Mantel aus Bonn |
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Die Kölnische Rundschau bezieht ihren Mantel
künftig aus Bonn. Ab Januar soll der dortige General Anzeiger schrittweise die Produktion übernehmen. Grund für
die Kooperation sind die Umsatzeinbußen im Anzeigengeschäft. Durch größere
Synergieeffekte soll nun die Qualität des Mantels gesichert und die Bedeutung
der Lokalteile erhöht werden.Der Heinen-Verlag werde "voraussichtlich" fast allen unbefristet
redaktionell Beschäftigten andere Aufgaben im Unternehmen anbieten können.
Der Heinen-Verlag ist Träger der Redaktion, die Titelrechte
und die Verlagsgeschäfte liegen bei der Kölner Mediengruppe M. DuMont
Schauberg. Herausgeber der Kölnischen
Rundschau ist Helmut Heinen,
zugleich Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Der Verlust eines eigenständigen Mantels sei "ein massiver Schlag gegen die Pressevielfalt in Köln und der Region", kritisiert unterdessen verdi-Sekretär Matthias von Fintel. "Dass der Spitzenvertreter des Verlegerverbandes daran beteiligt ist, finde ich erschütternd.“ M. DuMont Schauberg, dem die Kölnische Rundschau angehört, hatte bereits im Sommer eine engere Zusammenarbeit von Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau in den Ressorts Wissenschaft und Medien angekündigt. Bei der WAZ-Mediengruppe fallen durch die Errichtung eines Content-Desks für die drei NRW-Titel Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Westfälische Rundschau und Neue Ruhr/Rhein-Zeitung knapp 300 Arbeitsplätze weg. Außerdem wurden einige Lokalredaktionen zusammengelegt sowie drei Standorte komplett geschlossen. Auch in Bereichen außerhalb der Redaktion wird über stärkere Zusammenarbeit nachgedacht: So haben Hubert Burda Media, die WAZ-Mediengruppe und der Moderne Zeitschriftenvertrieb (MZV) beim Bundeskartellamt eine Vertriebsfusion angemeldet. |